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Klinisches Protokoll

Die Behandlung mit Mehrfachimpulstherapie folgt sechs zusammenhängenden Schritten, die auf einem von Collins entwickelten klinischen Protokoll beruhen.

  1. Allgemeine Informationen erheben und bewerten: Anamnese, Symptome, Röntgenbilder und andere Untersuchungen.
  2. Eine Voranalyse durchführen, um die relative Steifheit des betreffenden Bereichs zu ermitteln.
  3. Anhand der Steifheitsmesswerte zusammen mit Ihren anderen Untersuchungen und Beobachtungen entscheiden, wo behandelt wird.
  4. Die Mehrfachimpulstherapie an den gewählten Stellen anwenden.
  5. Eine Nachanalyse desselben Bereichs durchführen.
  6. Die Ergebnisse überprüfen, oft zusammen mit dem Patienten, um zu bestätigen, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wurde.

Behandlungsstellen wählen

PulStar zeigt die Messwerte entlang der Wirbelsäule als Balken an, die auf ihren Mittelwert normiert sind. Das funktioniert wie eine instrumentelle Form der manuellen Palpation, bei der Sie Unterschiede, etwa zwischen einem kleinen Kind und einem kräftigen Erwachsenen, automatisch berücksichtigen und sich auf Auffälligkeiten konzentrieren.

Normalerweise ändert sich die Steifheit von einem Wirbel zum nächsten gleichmäßig. Ein großer Unterschied kann auf eine Gelenkfixation zurückgehen, zum Beispiel:

Da der Messfehler des Instruments etwa 5–7 % beträgt, gilt ein Gelenk, dessen Steifheit 15–20 % über oder unter der seines Nachbarn liegt, als fixiert. Wenn diese Stellen mit Ihren anderen Befunden übereinstimmen, etwa Röntgenbildern, Palpation, Druckschmerz und Schwellung, wählen Sie sie für die Behandlung aus.

Behandeln

Verwenden Sie denselben Doppelspitzen-Aufsatz und dieselbe Stoßrichtung wie bei der Analyse. Stellen Sie die Kraft knapp über der Analysekraft ein (zum Beispiel 20 bei einer Analysekraft von 15), und erhöhen Sie sie nur, wenn Sie das gewünschte Ergebnis nicht erreichen.

Die Ziele sind:

Beobachten Sie während der Behandlung die Steifheit in der Anpassungsgrafik. Sie beenden die Behandlung jeder Stelle, indem Sie den Impulskopf abheben, oder die Impulse stoppen, wenn sie das von Ihnen festgelegte Maximum erreichen oder sich die Steifheit im Modus Osseous stabilisiert.

Zurückhaltend vorgehen

Neue Anwender behandeln oft zu viel, indem sie zusätzlich zu den ursprünglichen Stellen auch die in der Nachanalyse gefundenen Stellen anpassen. Wenn die erste Behandlung die gewünschten Veränderungen bewirkt, ist es meist besser, bis zum nächsten Besuch zu warten, damit sich der Patient an die Behandlung anpassen kann. Die Voranalyse beim nächsten Besuch ist ein besserer Anhaltspunkt als die unmittelbare Nachanalyse. Übermäßiges Behandeln kann außerdem den Impulskopf überhitzen.

Literatur